Telefonbetrug – so schützen Sie sich vor der Täuschung am Telefon 

von  Jan-Henning Ahrens

telefonbetrug

KWAG ist bekannt aus:

Telefonbetrüger arbeiten raffiniert und mit vielen Tricks, um ihre Opfer dazu zu bewegen, ihnen Geld oder Wertsachen auszuhändigen. Vor allem ältere Menschen fallen häufig auf die Maschen der Betrüger herein und erleiden dadurch teilweise hohe finanzielle Einbußen.

Erfahren Sie, wie Sie die Betrugsmaschen erkennen und dagegen vorgehen können.

Beliebte Vorgehensweisen der Täter

Telefonbetrüger haben es meistens auf die Ersparnisse von älteren Menschen abgesehen. Die Anrufe erfolgen oft sehr früh morgens oder spät am Abend in der Hoffnung, dass die Opfer noch unausgeschlafen oder bereits sehr müde sind. Falsche Freundlichkeiten direkt zu Beginn des Gesprächs dienen zum Vertrauensaufbau, um die Angerufenen leichter in die Falle locken zu können.


Gezieltes Ausfragen durch intelligente Fragestellungen

Betrüger am Telefon wissen ganz genau, wie sie vorgehen müssen. Durch das Stellen von intelligenten Fragen versuchen sie, so viel wie möglich über ihre Opfer in Erfahrung zu bringen. Die Fragen zielen unter anderem darauf ab, ob sich die Zielperson alleine zu Hause aufhält oder ob der Partner anwesend ist und ob Bargeld vorhanden ist. Ziel ist es, die Opfer so lange am Telefon zu halten, bis diese schließlich einwilligen, den geforderten Betrag auszuhändigen.


Methode der Einschüchterung

Neben der Methode des gezielten Ausfragens ist das Einschüchtern ebenfalls sehr beliebt bei Telefonbetrügern. Sobald die angerufene Person misstrauisch reagiert, kontert der Betrüger, dass laufende Ermittlungen behindert würden oder eine Verpflichtung zur Hilfeleistung besteht. Lassen Sie sich auf keinen Fall durch solche Aussagen einschüchtern und beenden Sie das Gespräch.

Bekannte Betrugsmaschen am Telefon


Ein Telefonbetrug läuft häufig nach einer bestimmten Masche ab. Diese Tatsache erleichtert es Ihnen, einen Betrug als solchen zu erkennen. Besonders beliebt sind die drei folgenden Betrugsmaschen:

  • Call-ID-Spoofing: So wird die Betrugsmasche bezeichnet, bei welcher sich die Betrüger als Anrufer einer vermeintlich bekannten Nummer wie etwa die der Polizei ausgeben. Als angeblicher Polizist verlangen die Betrüger, Kreditkarteninformationen, weitere Daten oder Bargeldüberweisungen von ihren Opfern.
  • Polizeibeamte fordern kein Geld: Polizisten fordern niemals Geldbeträge oder persönliche Daten wie die einer Kreditkarte über einen Anruf an. Sollten Sie dennoch Zweifel haben, rufen Sie in Ihrer örtlichen Polizeidienststelle an und erkundigen sich dort über den Vorfall. 
  • Teure Rückrufe durch die Ping-Falle: Das Telefon klingelt nur ein oder zwei Mal, dann verstummt es. Die Betrüger hoffen, dass der Angerufene die Nummer, welche auf dem Display erscheint, zurückruft. Dabei befinden sich die vermeintlichen Anrufer oft im außereuropäischen Ausland. Die Rückrufe kosten viel Geld, von welchem ein Teil an die Betrüger fließt.
  • Rufen Sie nicht zurück: Lassen Sie sich nicht verleiten und rufen Sie solche Nummern, die entweder von Adressverkäufern stammen oder durch Computerprogramme ermittelt werden, auf keinen Fall zurück.
  • Zusammengeschnittene Gesprächsinformationen mit der „Ja“ Falle: Die Aufforderung für ein deutliches „Ja“ wird oft für angebliche Vertragszustimmungen verwendet, welche in dieser Form nie durch den Angerufenen ausgesprochen wurden. Solche Betrugsmaschen sind nicht immer ganz einfach zu umgehen. Versuchen Sie, immer in ganzen Sätzen und nicht nur mit einem Ja zu antworten.
  • Setzen Sie sich zur Wehr: Erhalten Sie dennoch eine Rechnung oder einen angeblichen Vertrag, sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. Sie können außerdem eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur wegen unerlaubter Werbung am Telefon einreichen. 

Telefonbetrug vermeiden: so schützen Sie sich

Telefonbetrug ist ein ernstes Thema. In den letzten Jahren hat die Zahl der Betrugsfälle am Telefon deutlich zugenommen. Dabei ist ein erheblicher finanzieller Schaden bei den Opfern zustande gekommen. Vor allem ältere Opfer sind ein beliebtes Ziel der Betrüger.

Folgende Strategien helfen Ihnen dabei, Telefonbetrug zu vermeiden:

  • Vorsicht vor unbekannten Anrufern: Falls Sie von einem unbekannten Anrufer kontaktiert werden, gehen Sie nicht auf dessen Fragen ein. Es ist zwar möglich, dass sich die Person am anderen Ende der Leitung nur verwählt hat, aber dennoch ist ein gewisses Misstrauen empfehlenswert.
  • Beenden eines Gesprächs: Sobald Ihnen während des Gesprächs etwas merkwürdig vorkommt, beenden Sie das Gespräch. Auch bei der Aufforderung, Geld oder Wertsachen auszuhändigen, sollten Sie auflegen. Haben Sie keine Angst, dass Sie dabei unhöflich sind. Das Beenden des Telefonats ist die einzig richtige Reaktion.
  • Sorgen Sie für Sensibilisierung: Sprechen Sie innerhalb der Familie über das Thema Telefonbetrug. Beziehen Sie dabei vor allem auch ältere Generationen mit ein, da diese besonders gerne als Opfer auserwählt werden. Durch eine Sensibilisierung fällt es Ihnen und anderen Familienmitgliedern einfacher, potenzielle Betrüger am Telefon zu erkennen und einen Betrug zu vermeiden.

So setzen Sie sich erfolgreich zur Wehr


Sollten Sie Opfer eines Telefonbetrugs geworden sein, müssen Sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Es gibt verschiedene Mittel und Wege, wie Sie sich zur Wehr setzen können.

Es besteht keine Zahlungspflicht

Der Betrüger behauptet, dass Sie am Telefon einen Vertrag abgeschlossen hätten? Vielleicht existiert sogar eine manipulierte Gesprächsaufnahme, auf welcher ein „Ja“ von Ihnen zu hören ist? Trotz dieser angeblichen Fakten besteht keinerlei Zahlungspflicht für Sie.

Reichen Sie Beschwerde ein

Ignorieren Sie den Betrugsfall nicht! Reichen Sie stattdessen eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur und der Verbraucherzentrale ein. So helfen Sie, den Betrügern das Handwerk zu legen und andere potenzielle Betrugsfälle zu verhindern.

Erstatten Sie eine Strafanzeige

Betroffene Opfer haben die Möglichkeit, eine Strafanzeige zu stellen und einen Rechtsanwalt einzuschalten. Durch Ihre Mithilfe werden kriminelle Betrüger rechtmäßig bestraft.

Die KWAG Rechtsanwälte helfen Ihnen

Die kompetenten KWAG Rechtsanwälte sind Experten auf dem Gebiet für Schadensersatz und eine der führenden Kanzleien in den Bereichen Bank-, Wirtschafts- und Kapitalmarktrecht. Sie beraten Sie umfassend zu dem Thema Telefonbetrug und helfen Ihnen mit entsprechenden Informationen weiter.

    Holen Sie sich rechtliche Hilfe


    Falls Sie auf einen Telefonbetrüger hereingefallen sind, sollten Sie umgehen Kontakt zu unserer Kanzlei aufnehmen. Durch unsere Erfahrung können wir Sie als Geschädigter bestmöglich beraten. Wir unterstützen Sie beim Einreichen einer Strafanzeige bis hin zur Verhandlung vor Gericht und sorgen gemeinsam mit Ihnen dafür, gegen Betrug am Telefon vorzugehen.

    LASSEN SIE SICH NICHT AN DER NASE HERUMFÜHREN

    Prüfen Sie Ihre Erfolgschancen

    Als Spezialisten für Schadensersatz vertreten wir seit über 20 Jahren die Rechte von Verbrauchern. Wenn Sie im Abgasskandal betroffen sind, sollten Sie den Schaden keineswegs auf sich sitzen lassen. Wir erstreiten für Sie einen finanziellen Vorteil, der Ihnen rechtlich zusteht. Geben Sie Ihr Fahrzeug zurück und bleiben Sie auf dem Schaden nicht sitzen.